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Lesung mit Emma-Braslavsky
Geschrieben am 22.04.2020 um 19:51:00 von G. Stengert
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„Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten“

Frau Emma Braslavsky

Am 31. Januar 2019 bestand für alle Schüler*innen der Q2 und Q4 des Georg-Friedrich-Händel Gymnasiums die Möglichkeit, an der Lesung der Autorin Emma Braslavsky teilzunehmen. Sie stellte ihren aktuellen Roman „Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten“ vor.

Am 31. Januar 2019 fand in der Aula des Georg-Friedrich-Händel-Gymnasiums Berlin eine Lesung für alle Schüler*innen der Oberstufe statt. Zu Gast war die Autorin und Kuratorin Emma-Braslavsky, die ihren 2019 erschienenen Roman „Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten“ vorstellte. Moderiert wurde die Veranstaltung von Fea Schirmacher und Wanda Sonnenberg aus dem Deutschleistungskurs der Q2, der für die eigenständige Vorbereitung der Lesung zuständig war – unterstützt von den Lehrer*innen Frau Brodersen und Herrn Luczak.

Zu Beginn fasste Frau Braslavsky den Inhalt des Romans kurz zusammen, indem sie die Hauptfigur einführte, die Wirkung der Erzählung beschrieb und das Thema und die damit verknüpfte Problematik umriss. Bei der Protagonistin im jüngsten Buch der Autorin handelt es sich mitnichten um eine gewöhnliche Frau: Roberta ist eine im Suiziddezernat eingesetzte künstliche Intelligenz. Das Buch erzählt davon, wie die Hauptfigur versucht, in die Menschenwelt einzudringen – und vor allen Dingen, wie sie sich als Roboter in ihrer Geschlechterrolle verhalten und anpassen muss.

Im Anschluss an die Lesung einer ersten Textpassage stellten die Moderatorinnen die Frage, weshalb Emma Braslavsky sich entschieden hatte, eine K.I. in den Mittelpunkt ihrer Erzählung zu stellen. Laut Aussage der Autorin beruhe die Thematik auf persönlichen Interaktionserfahrungen mit künstlichen Intelligenzen und der Frage, wie diese eigentlich die Welt „sähen“ und gewisse Dinge, wie zum Beispiel geschlechtsspezifische Verhaltensweisen wahrnehmen würden. Sie habe in diesem Kontext   Wert darauf gelegt, die Hauptfigur Roberta nicht auf Frauenprobleme zu reduzieren, sondern sie unabhängiger denken zu lassen.

Im Verlauf der weiteren Veranstaltung löste sich das Gespräch inhaltlich teilweise vom Roman und warf grundsätzliche Fragen rund um die Themenfelder Chancen, Risiken und Probleme in Bezug auf autark denkende und handelnde Roboter in der Zukunft auf. In diesem Zusammenhang führte die Autorin Gedichte ins Feld, die künstliche Intelligenzen im Stil von Goethe verfasst hatten. Ebenso eine ähnlich entstandene Harry-Potter-Passage. Dabei ging sie darauf ein, welche Grenzen dieser Technik ihrer Meinung nach gesetzt seien.

Trotz etlicher Abschweifungen gelang des den Moderatorinnen zu jedem Zeitpunkt, den Bezug der Debatte zum Ausgangspunkt aufrecht zu erhalten und am roten Faden der Veranstaltung festzuhalten.
Zum Ende der Lesung ging es um den Entstehungsprozess des Werkes, unter anderem darum wie die Autorin zu dem außergewöhnlichen Titel kam. Ursprünglich hatte Braslavsky ihr Buch schlicht „Roberta“ nennen wollen. Erst gegen Ende der Arbeit an ihrem Roman kristallisierte sich „Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten“ als Titelidee heraus. Er stamme aus einem englischen Song, der in ihren Augen thematisch sehr gut gepasst habe. Für die Autorin sei ein unverwechselbarer Buchtitel ein Qualitätsnachweis.

Im Anschluss an die Lesung fanden sich noch einige Minuten Zeit, in der die Schüler*innen die Möglichkeit hatten Fragen zu stellen. Am Ende blickten alle Beteiligten auf eine gelungene Veranstaltung zurück. Geschuldet war dies nicht allein einer eindrucksvollen Lesung und einem intensiven Gespräch über die Hintergründe der Entstehung moderner Literatur, sondern zugleich einem Auditorium, das den Ausführungen  Emma Braslavskys interessiert und kritisch gefolgt war.

Benjamin R., (Q2)

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